|
Wäre
der
Weg
zur
Steinkammer
von
Züschen
nicht
so
gut
ausgeschildert,
wären
wir
beinahe
an
ihr
vorbeigelaufen.
Denn
anstelle
eines
imposanten
steinernen
Bauwerkes
auf
einem
Hügel
findet
man
hier
einen
überdachten
Eisenkäfig
vor,
der
eher
ein
Schuppen
für
die
hiesigen
Landwärte
hätte
sein
können.
Um
so
ärgerlicher
war
es,
dass
wir
uns
ausgerechnet
einen
Tag
ausgesucht
hatten,
an
dem
die
Pforten
verschlossen
waren
und
es
nicht
mehr
gelohnt
hätte,
den
Schlüssel
vom
Fritzlarer
Museum
zu
holen,
den
man
zur
Besichtigung
dort
erhalten
hätte
können.
Die
Fotos
hier
sind
also
quasi
durch
die
Gitterstäbe
entstanden.
|
|
Aber
man
kann
verstehen,
dass
dieses
"Galeriegrab"
geschützt
wird,
wo
es
doch
Jahrtausende
der
Erosion
getrotzt
hat
und
nicht
zuletzt
wohl
durch
die
schützenden
Gitter
nun
noch
so
gut
erhalten
ist.
Erst
1894
von
einem
Bauer
entdeckt,
besteht
die
Züschener
Steinkammer
aus
25
behauenen
Sandsteinquadern,
die
ein
regelmässiges
Rechteck
von
20
mal
2,5
Metern
bilden
und
jeder
1
bis
3
Tonnen
wiegt.
Im
Inneren
fand
man
Bruchstücke
der
Decksteine,
die
leider
wohl
alle
schon
in
vorgeschichtlicher
Zeit
abhanden
gekommen
sein
müssen.
Auffällig
ist
ein
kreisrundes
Loch
von
ca.
einem
halbem
Meter
Durchmesser
in
einem
der
Begrenzungssteine,
das
"Seelenloch",
durch
das
angeblich
die
Seelen
der
Verstorbenen
ent-weichen
konnten.
Überreste
von
27
Bestattungen
und
Tongefäße
wurden
in
der
Kammer
gefunden
und
die
Konstruktion
der
Kammer
weist
Ähnlichkeiten
mit
Galeriegräbern
aus
Nordfrankreich
auf
-
hier
wird
eine
gegenseitige
Einflussnahme
für
möglich
gehalten.
Interessant
ist
auch
hier
wieder
die
Ausrichtung
der
Anlage
-
entlang
der
Achse
kann
man
durch
das
Seelenloch
den
Gipfel
des
nahgelegenen
Wartbergs
anpeilen.
Zusätzlich
findet
man
viele
Ritzzeichnungen
auf
den
Steinen,
leider
kamen
wir
aufgrund
des
Käfigs
nicht
nah
genug
heran,
um
sie
näher
zu
studieren.
|