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Als
ich
mit
einem
Freund
den
Süntel-
oder
Teufelsstein
in
einem
Waldstück
bei
Vehrte
suchte,
staunten
wir
nicht
schlecht,
als
uns
plötzlich
dieses
teuflisch
grinsende
Gesicht
anstarrte.
Das
Interessanteste
daran
-
die
Konturen
der
Gesichtszüge
sind
wirklich
da,
sie
sind
lediglich
mit
Farbe
hervorgehoben.
Der
Süntelstein
ist
ein
Granitblock,
der
durch
die
Eiszeit
vor
ca.
200.000
Jahren
aus
Skandinavien
hierher
gelangte.
Der
aufrecht
gestellte
Findling
ist
3,7m
hoch
und
soll
früher
von
einem
Kranz
kleinerer
Steine
umgeben
gewesen
sein.
Möglicherweise
ist
dieser
Megalith
ein
Kultstein
der
jüngeren
Steinzeit.
In
seiner
Umgebung
hat
es
wahrscheinlich
weitere
Megalithbauten
gegeben,
die
aber
bei
Rodungsarbeiten
in
den
letzten
Jahrhunderten
zu
einem
mächtigem
Wall
auf
der
benachbarten
Wiese
zusammengetragen
wurden.
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Die
Sage
vom
Süntelstein:
(nach
J.
Sudendorf,
1853)
Als
die
erste
Kirche
zu
Venne
gebaut
wurde,
da
hauste
noch
der
Teufel
im
Vehrter
Bruche
jenseits
des
Berges,
wo
der
Teigtrog
und
der
Backofen
desselben
bis
auf
den
heutigen
Tag
zu
sehen
sind.
Dem
mißfiel
sehr
dies
heilige
Werk
des
Kirchenbaues.
Um
die
Tür
der
Kirche
zu
sperren,
holte
er
um
die
Mitternachtsstunde
einen
großen
Granitblock,
band
eine
dicke
Kette
kreuzweise
herum
und
begann
dann
auf
seinem
Rücken
ihn
bergaufwärts
zu
schleppen
Der
Stein
war
aber
so
schwer
daß
trotz
seiner
riesigen
Stärke
ihm
doch
recht
höllisch
heiß
wurde.
Manchmal
blieb
er
stehen,
um
zu
verschnaufen.
Die
Zeit
verstrich
inzwischen
bis
zum
Grauen
des
Morgens.
In
dem
Augenblicke,
als
er
gerade
oben
am
Berge
ankam,
schoß
von
Osten
zu
ihm
herüber
der
erste
Strahl
der
aufgehenden
Sonne
und
ein
wachsamer
Hahn
krähte
vom
Venner
Thale
herauf
seinen
Morgengruß.
Da
ging
das
nächtliche
Walten
des
Teufels
zu
Ende.
Wütend
erfaßte
er
den
Stein
am
Kopfe
und
stieß
ihn
mit
aller
Kraft
in
den
harten
Boden
des
Berges.
Seitdem
hat
der
Teufel
die
Gegend
verlassen.
Der
Stein
steht
noch
auf
derselben
Stelle
wo
er
in
die
Erde
gestampft
wurde;
aber
von
dem
gewaltigen
Stoße
hat
er
da,
wo
die
Kette
ihn
umschloß,
in
der
Mitte
und
von
oben
nach
unten
zwei
durchgehende
Risse
bekommen.
Auch
sind
die
Spuren
der
Kette
an
den
äußeren
Rändern
dieser
Risse
noch
sichtbar,
und
an
der
nach
Venne
gekehrten
Seite
des
Steins
sieht
man
deutlich
die
Eindrücke
von
dem
Körper
des
Teufels;
denn
die
höllische
Hitze
seines
Leibes
hat
den
Granit
geschmolzen,
wo
er
ihn
berührte.
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