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Die
Steintänze
von
Boitin
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Ein
weiter
Fußweg
durch
die
mecklenburgischen
Wälder
war
nötig
um
die
(meiner
Meinung
nach)
schönsten
Steinkreise
Deutschlands
zu
entdecken.
Aber
der
Aufwand
hat
sich
gelohnt.
Steinkreise
in
Deutschland?
Tatsächlich,
vor
uns
liegen
besonders
schöne
Exemplare
jener
mysteriösen
Megalith-Kultstätten,
die
auf
den
britischen
Inseln
bereits
zu
neuen
Wallfahrtsorten
geworden
sind.
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Auf
einer
Waldlichtung
stehen
25
bis
zu
mannshohe
Menhire,
geordnet
in
drei
Steinkreise.
Ein
vierter
steht
150
Meter
entfernt
im
Wald.
Wie
bei
den
britischen
Verwandten
sind
auch
diese
Steine
nach
einem
akribisch
geplanten
Muster
aufgestellt,
es
handelt
sich
hier
um
höchst
komplizierte
geometrische
Gebilde.
Sie
stellen
komplexe
Codierungen
für
astronomisch
begründete
kultische
Ereignisse
dar
-
die
Erbauer
müssen
wahre
Experten
in
Naturwissenschaften
gewesen
sein.
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Verbindet
man
die
Mittelpunkte
der
drei
eng
beieinanderliegenden
Kreise
durch
gedachte
Linien,
entsteht
ein
gleichschenkliges
Dreieck.
Um
dieses
konstruieren
zu
können,
musste
man
die
Gesetzmäßigkeiten
des
rechtwinkligen
Dreiecks
beherrschen
-
also
kannten
die
Erbauer
den
Satz
des
Pythagoras
-
tausend
Jahre
vor
Pythagoras!
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Auch
eine
astronomische
Systematik
ist
zu
erkennen.
Die
Basis
des
Dreiecks
und
die
Verlängerung
zum
vierten
Steinkreis
weisen
in
südöstliche
Richtung.
Im
Südosten
gibt
es
für
diesen
Standort
mindestens
zwei
astronomische
Ereignisse
mit
kultischer
Bedeutung:
den
Sonnenaufgang
zur
Wintersonnenwende
und
den
südlichsten
Aufgangspunkt
des
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Mondes.
Außerdem
sind
die
Steinsetzungen
auf
Fixsterne
hin
ausgerichtet.
Der
größte
Stein
der
Anlage
ist
knapp
2
Meter
hoch,
sonderbar
geformt
und
mit
12
von
oben
nach
unten
angeordneten
quadratischen
Löchern
bestückt
-
welchem
Zweck
sie
dienten,
bleibt
ein
Rätsel.
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Es
ist
sehr
schwer,
die
Steintänze
als
Ganzes
zu
fotographieren,
deswegen
habe
ich
mich
entschlossen,
nicht
nur
eigenes
Material
hier
zu
zeigen.
Denn
Jan,
ein
gleichgesinnter
Megalith-Interessierter,
hat
eine
atemberaubende
Panorama-Aufnahme
geschaffen
und
mir
freundlicherweise
erlaubt,
einen
Link
auf
diesen
erstaunlichen
Anblick
zu
legen.
(Es
dauert
einen
Moment,
bis
der
Viewer
dieses
Panorama-Bild
geladen
hat,
aber
es
lohnt
sich
zu
warten!)
http://www.lessing4.de/megaliths/pano_boitin.htm
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Während
ich
gerade
die
Cromlechs
für
mich
entdeckte
und
erforschte,
fand
mein
Kumpel
Stefan
Lenz
diesen
Baum,
der
als
weiteres
Rätsel
wieder
einen
Beweis
für
die
Besonder-
heit
dieser
Orte
darstellt.
Ich
kenne
mich
zwar
botanisch
nicht
so
gut
aus,
um
wissen
zu
können,
ob
sowas
öfter
vorkommt,
aber
dieser
Zweig
wächst
aus
der
einen
Seite
in
einem
Bogen
direkt
wieder
in
einen
anderen
Ast
hinein.
Lenz
empfand
es
als
so
ungewöhnlich,
dass
es
ja
nur
eine
Einladung
sein
konnte,
genau
durch
diesen
Bogen
zu
klettern
-
gedacht,
getan.
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