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Das Wichtigste vorweg! - Sauberkeit

Bei der Metherstellung ist Sauberkeit oberstes Gebot. Denn ein Heer von Mikroorganismen, Keimen, Bakterien und Pilzen wartet nur darauf sich auf den Met zu stürzen. Bieten Sie diesem Bakterien keine Chance. 

Der Glasballon ist besonders gut geeignet. Er ist  preisgünstig, bereits in kleinen Größen erhältlich und auch mit einem Korb zu bekommen. Dadurch sind die Ballons gegen Stöße geschützt und lassen sich leichter transportieren. Gerade für den Anfänger bietet der Glasballon wesentliche Vorteile: 

  • Man kann problemlos zusehen, wie der Met vergärt, wie er sich klärt, wie stark sich der Trub am Boden abgesetzt hat und wie tief der Schlauch beim Abziehen des Met in den Ballon gesenkt werden darf, ohne Trub aufzuwirbeln.

  • Glas gibt keine Geschmacksstoffe an Most, Maische oder Wein ab.

  • Er lässt sich leicht reinigen und sterilisieren. Nachteilig wirkt sich dabei nur aus, dass der schmale Ballonhals die Reinigung erschwert.

  • Glas unterliegt keinem natürlichen Verfall.

 

Die Oechslewaage ist keine normale Waage. Sie ist eine Messspindel, mit der man den Zuckergehalt im Met messen kann. Entwickelt wurde Sie bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts von Ferdinand Oechsle. Die Oechslewaage besteht aus einer Glasröhre, deren oberer schmaler Teil in eine Skala von 0 bis 130 eingeteilt ist. Es gibt auch Spindeln mit größerem Messspektrum, was aber nicht für den Hobbybereich nötig ist. Am Boden befindet sich ein Gewicht, mit dem die Glasröhre so geeicht ist, dass sie in einem mit destilliertem Wasser gefüllten Messzylinder bei 20°C das spezifische Gewicht von reinem Wasser (1000ml) anzeigt. Auf der Oechslewaage ist dieser Wert mit "0" markiert. Wird die Messspindel beispielsweise in einen Messzylinder mit Apfelmost, der auf 20°C temperiert ist, getaucht, kann gemessen werden, um wie viel der Most schwerer als reines Wasser ist. Sinkt die Spindel im Apfelmost bis zur Marke "50" ein, bedeutet dies, dass das spezifische Gewicht des Mostes 1050 Gramm ist, d.h., ein Liter Most wiegt 50 Gramm mehr als ein Liter reines Wasser Da in einem klaren Most die Stoffe, die das zusätzliche Gewicht verursachen, im Wesentlichen aus Zucker bestehen, besagt das spezifische Gewicht von 1050, dass sich in dem Most 50° Oechsle (Oe) Zucker befinden.

Der Gäraufsatz bzw. das Gärröhrchen dienen dazu, die Gärgase aus dem Gärgefäß abzuleiten. Zugleich verhindern sie, dass Luft zusammen mit schädlichen Mikroorganismen in den Ballon eindringen kann. Im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Gäraufsätzen: einen Siphon und einen Gärtrichter.

Der Siphon ist eine U-förmige Glasröhre mit zwei oder mehr sich gegenüberliegenden Glaskugeln. In die Gärröhren wird Wasser gegeben, bis das »U« zur Hälfte der Kugeln gefüllt ist. Der Siphon leitet die Gärgase gut ab, lässt sich aber schwer reinigen.

Der Gärtrichter hat einen erheblich weiteren Außendurchmesser In seiner Mitte leitet ein Steigrohr die Gärgase nach oben. Sie werden durch eine Deckelkonstruktion nach unten geführt, durch eine Sperrflüssigkeit gedrückt und an der Seite nach oben und außen abgeleitet. Sein Vorteil: Er leitet die Gärgase gut ab und lässt sich leicht reinigen und sterilisieren. Aus diesen Gründen ist der Gärtrichter als Gäraufsatz zu empfehlen.

Die Flaschen sollten möglichst dunkle Flaschen sein, damit die Farb- und Aromastoffe nicht durch Licht beeinträchtigt werden. Der Hobbywinzer legt sich vor dem abfüllen in die Flaschen ausreichend Korken und den Verkorkungsapparat griffbereit, nimmt nur neue Korken, da der Wein sehr anfällig gegen Fremdgeschmack ist. Naturkorken müssen über Nacht in Wasser, nicht über 30°C, eingeweicht werden. Dabei muss dafür gesorgt werden, dass die Korken unter Wasser liegen und nicht aufschwimmen. Kurz vor Benutzung sterilisiert man die Korken ebenfalls, indem sie in eine 2%ige schweflige Säure getaucht werden. Zum Füllen der Flasche steckt man das eine Ende des Schlauches in den Ballon. Am anderen Ende wird der Wein angesaugt. Am sinnvollsten ist es, wenn an diesem Ende ein Sperrhahn angebracht ist. Den Wein am Flaschenrand hinunterlaufen lassen, denn damit vermeidet man, dass unerwünschter Sauerstoff mit in die Flasche gelangt. Die Flaschen sollen so weit gefüllt werden, dass zwischen Korken und Wein daumenbreit Luft bleibt. Dieser Puffer wird benötigt, um den Luftdruck beim Verkorken aufzufangen und dem Wein bei Temperaturunterschieden Raum zum Ausdehnen zu geben.

Naturkorken und Gummikappen werden zum Verschließen von Weinflaschen verwendet. Glasballons, aber auch Saftflaschen können mit Gummikappen verschlossen werden. Es gibt sie mit geschlossenem Deckel oder mit verschiedengroßen Bohrungen für die unterschiedlichen Gäraufsätze.

Plastikschläuche sind mit verschiedenen Durchmessern als Meterware erhältlich. Diese können mit einem Abfüllhahn, der das Abziehen des Met auf Weinflaschen erleichtert, ausgerüstet werden.

Handpressbeutel kann der Hobbywinzer aus grobem Leinentuch, Nylon oder Perlon selber anfertigen. Mit ihnen presst man die Maische von Hand aus. Einige Hobbywinzer benutzen diese Beutel, um darin die Maische zu vergären. Nach Beendigung der Maischegärung nimmt man die Beutel mit der Maische aus der Flüssigkeit und lässt sie nur ablaufen. Dadurch findet sich relativ wenig Trub im Most. 

Flaschenbürsten gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Bei der Anschaffung sollte man darauf achten, dass man möglichst gebogene Bürsten kauft, damit die Glasballons gut gereinigt werden können.

 

Trocken- oder Flüssighefen? Man kann zwischen flüssigen und trockenen Reinzuchthefen wählen. Flüssige Reinzuchthefen gibt es für eine breite Geschmacks- und Anwendungspalette. Trockenhefen sind beispielsweise getrocknete Reinzuchthefen ohne chemische Zusätze. Diese haben die gleichen positiven Eigenschaften, benötigen jedoch nur geringe Ansetzzeiten von 15 bis 30 Minuten. Flüssighefen benötigen mehrere Tage zum Vermehren. 

Zuführen von Flüssigkeit bei Trockenreinzuchthefe. Bevor die Trockenreinzuchthefe in die Maische gegeben wird, muss sie rehydriert werden, d.h., die beim Trocknen entzogene Flüssigkeit muss wieder zugeführt werden. Dazu wird sie in etwa der zehnfachen Menge Wasser oder in einer Wasser-Saftmischung von 1:1 aufgelöst. Die Mischung lässt man bei 35 bis 40°C etwa 15 bis 30 Minuten lang quellen und rührt sie dann unter die Maische. Nach drei bis sechs Stunden kann man den Beginn der Gärung feststellen.

Flaschenabfüllung. Entspricht der Met den Vorstellungen, kann man ihn auf Flaschen abziehen. Zunächst wird eine Probeflasche gefüllt und für ein paar Tage an einen warmen Platz gestellt. Parallel dazu wird der Wein vom Bodensatz in einen anderen sauberen und sterilisierten Ballon umgefüllt. Dadurch verhindern man, dass Teile des Bodensatzes mit in die Flaschen gefüllt werden. Bleibt der Probemet in der Flasche beim Öffnen ruhig, kann mit dem Umfüllen begonnen werden.

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