Was ist Met?Met ist ein leicht alkoholisches Getränk aus Wasser, Honig und Gewürzen. Im späten Mittelalter fand Met eine weite Verbreitung im normalen Volk. Gegen Ende des vierzehnten Jahrhunderts war Met beim Volk so beliebt, dass sich immer mehr Metschenken und "Metsieder" in den Städten niederließen. Met findet man heute auf Mittelalter- und Weihnachtsmärkten, es haben sich aber auch mittlerweile einige professionelle Methersteller etabliert, die eine große Palette an Met führen und vertreiben. So stellen Sie Met selber her
Erklärung zu den Gerätschaften der Metherstellung Schnell-Met
Zutaten:
Herstellung: Den Honig mit
dem Wasser in einem Topf gut vermischen und zusammen unter Umrühren aufkochen.
Mit Nelkenpulver, Ingwerpulver und Anis leicht würzen. Den entstehenden Schaum
mit einer Schaumkelle sauber entfernen. Die Flüssigkeit abkühlen lassen. Dann
nochmals die Schaumreste entfernen. Einen kleinen Teil der Flüssigkeit
abnehmen, solange sie noch lauwarm ist. Die Hefe darin auflösen und in das
Honigwasser rühren. Schnell-Met mit Bierhefe
Zutaten:
Herstellung: Den Honig mit
dem Wasser in einem Topf gut vermischen und zusammen unter Umrühren aufkochen.
Mit Nelkenpulver, Ingwerpulver und Anis leicht würzen. Die Bierhefe wird mit
einer halben Tasse des Sudes verrührt und 10 Stunden abgedeckt stehen gelassen.
Es darf nicht wärmer 30 Grad sein. 6 Wochen-Met Zubehör:
Zutaten:
Herstellung: Die Hefereinzuchtkultur in ¼ l Apfelsaft geben und stehen lassen. Dadurch wird die Hefe vermehrt und aktiviert. Die 7 l Wasser aufkochen und auf ca. 50 Grad abkühlen lassen. Den Honig ebenfalls auf 50 Grad erwärmen und mit dem Wasser vermischen. Wenn man eine Oechslewaage besitzt, sollte man den Met auf 120 Grad Oechsle einstellen, dies ergibt gut 12-14 Prozent Alkohol. Dazu den Apfel, 6 zerriebene Tabletten Hefenährsalz und 20g Mehl geben. Weiterhin noch 60 ml Milchsäure dazu. Wenn die Mischung auf 20 Grad abgekühlt ist, den Hefeansatz zugeben und mischen. Alles in einen Glasballon geben und mit Gärröhrchen verschließen. Dieser Met wird schon bald recht stark gären und ist nach ca. 5-6 Wochen wie ein Federweißer: Nicht mehr ganz süß, mit etwas Alkohol und viel Kohlensäure. Leicht gekühlt ein tolles Getränk. Man kann auch einen kleinen Ansatz mit entsprechend weniger Inhalt machen, z. B. in einer großen Weinflasche mit 2-5 Litern Inhalt. Nach spätestens 8 Wochen ist dieser Met komplett durchgegoren, und sehr sauer, scheinbar auch etwas bitter. Der bittere Geschmack ist eigentlich eine Täuschung, denn das Fehlen von Zucker und der Alkohol verursachen diese Fehleinschätzung. Also: Schnell trinken, das fällt auch sicher nicht schwer. Für den Hobbywinzer ist es leider nicht möglich, die Gärung schonend zu unterbrechen. Methoden aus der Groß-Praxis sind hier nicht anwendbar, zu teuer oder schlecht zu handhaben. Met in 2-4 Monaten Zutaten:
Damit der Honig sich besser mit dem Wasser vermischt, soll sowohl der Honig (im Wasserbad) als auch das Wasser auf etwa 50 Grad C erwärmt werden. Bei dieser Temperatur wird die Vermischung vorgenommen. Nach der Abkühlung auf 25-20 Grad C gibt man die im Rezept angegebene Milchsäure, das Hefenährsalz, die Reinzuchthefe und das Weizenmehl dazu. Da Honig keine natürlichen Trübstoffe enthält, die gärfördernd wirken, muß ersatzweise ein feingeriebener Apfel oder etwas Weizenmehl (geschmacklos) hinzugefügt werden, das sich nach der Gärung zusammen mit den Hefezellen absetzt. Ein Zusatz von dem frischen oder pasteurisierten Apfel- oder Traubensaft (1) fördert die Gärung, wie Versuche im Labor und in der Praxis ergeben haben. Es ist sinnvoll, wenn man in diesem Saft etwa 3-4 Tage vor dem Ansetzen des Weines eine Kultur Reinzuchthefe vermehrt, wobei diese Flasche mit einem Wattebausch verschlossen wird. Zur Geschmacksabrundung, Verfeinerung oder um einen neuen Typ zu schaffen, können entweder vor, besser aber nach der Gärung, Gewürze (Nelken, Ingwer, Kalmus, Zimt, Hopfen u. ä.) oder Kräuter und Kräuterauszüge zugesetzt werden. Hier kann man experimentieren, wobei es ratsam ist, dies erst mit 1 Liter Wein zu versuchen und nur kleine Mengen an würzenden Aromen zu verwenden. Es würde uns freuen hier über Ihre Experimente berichten zu können. Das Gärgefäß wird nur gärvoll (mindestens 10% Steigraum belassen) befüllt, mit einem Gäraufsatz verschlossen und bei gleichbleibender Zimmertemperatur vergoren. Gegen Ende der Gärung täglich einmal schütteln. Nach vollständigen Gärende kühl stellen, bald von der Hefe abziehen und mit dem Kaliumpyrosulfit schwefeln. Sollte nach 2-4 Monaten keine Selbstklärung eintreten, kann mit dem Schönungsmittel Kieselsol - je nach Stärke der Trübung setzt man auf 10 Liter Wein 10-40 Milliliter zu und rührt gleichmäßig ein - eine vollkommene Klärung erreicht werden. Falls der Wein zu herb ist, kann mit Honig (20-50 Gramm/Liter) nachgesüßt werden. Dann in Flaschen abfüllen. Met in 18 Monaten Zubehör:
Zutaten:
Und so geht's: 6 Liter Wasser aufkochen, auf 50 Grad Celsius abkühlen lassen. 3 Kg Honig auf 40 bis max. 50 Grad, niemals mehr, erwärmen (wird sehr dünnflüssig). Mit dem abgekühlten Wasser mischen, bis sich alles aufgelöst hat. Dann 60 ml Milchsäure 80% unterrühren und 6 Tabletten Hefenährsalz zerstoßen, mit 20g Mehl mischen und ebenfalls auflösen. Alles auf höchstens 25 Grad abkühlen lassen und 1 Kultur Reinzuchthefe (Südweinrasse: Portwein oder Samos, evtl. Champagner) gut durchschütteln und dazugeben. Diese Mischung in einen 10L Glasballon geben, mit Gärröhrchen verschließen und bei ca. 20 Grad vergären lassen. Das wird sehr lange dauern, bis zu 12 Monaten. Das liegt daran, das die Mischung zu süß ist und die Hefe dadurch gehemmt wird. Außerdem fehlen dem Honigwasser fast jegliche Schwebstoffe, die die Hefe zum guten Wachstum und zur Gärung braucht. Das wird in gewissem Masse durch das Mehl ausgeglichen, aber es ist nicht immer ausreichend. Nach der Gärung (es blubbert nicht mehr im Gärröhrchen) möglichst kühl stellen. Dann wird sich der Met in ein paar Wochen langsam klären und völlig durchsichtig. Dann mit einem Schlauch von der Hefe abziehen und mit 1g Kaliumpyrosulfit schwefeln. Das ist nicht unbedingt notwendig, sollte aber gemacht werden, damit Sauerstoff nicht zu geschmacklichen Veränderung führt. Nach spätestens 3 Monaten noch mal von der Resthefe abziehen und wieder ruhig stehen lassen. Der Met wird am Anfang ganz sicher zu süß, zu sauer oder einfach nicht gut schmecken. Ist er zu sauer, kann mit etwas Honig nachgesüßt werden, meist mit 20-30g pro Liter, auf keinem Fall mehr! Ist er zu süß, ist er nicht vollständig vergoren. In diesem Fall kann man nochmals etwas Mehl und Hefe zugeben und hoffen, dass die Gärung wieder einsetzt. Das dauert aber einige Tage. Ist der Geschmack nicht ausgewogen (zuviel Süße, kaum Säure) kann vorsichtig noch etwas Milchsäure (max. 2 ml pro Liter) zugegeben werden. Der Met muß jetzt aber noch ausreifen. Das kann, je nach Vergärung, Honig und anderen Einflüssen sehr lange dauern. Einfach kosten und selbst beurteilen, wann er am besten schmeckt. (c) 2003 Runenkunde |