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Gudrunarkvida önnur - Das andere Gudrunenlied König Dietrich war bei Atli und hatte dort die meisten seiner Mannen verloren. Dietrich und Gudrun klagten einander ihr Leid. Sie sprach zu ihm und sang: 1 Die Maid der
Maide erzog mich,
die Mutter 2 So war Sigurd
bei den Söhnen
Giukis 3 Bis mir nicht
gönnen mochten
die Brüder 4 Vom Thinge
traurig traben hört
ich Grani; 5 Gramvoll ging
ich mit Grani
reden, 6 Lange zaudert
ich, zweifelte
lange 7 Gunnar hing
das Haupt; doch Högni
sagte 8 Sieh den
Sigurd gegen Süden
dort, 9 "Wie
hast du mir, Högni,
des Harms soviel, 10 Högni
antwortete mit
einem Mal 11 Vor ihrem
Anblick einsam
ging ich da, 12 Die Nacht
dauchte mich
neumonddunkel, 13 Ich fuhr aus
dem Forst; nach
der fünften Nacht 14 In Gold
stickte sie mich
zu zerstreuen 15 Wir bildeten
künstlich der
Krieger Spiele, 16 Vom Strande
segelten Sigmunds
Rosse 17 Da hörte
Grimhild, die
Gotenfürstin, 18 Gunnar erbot
sich ihr Gold zu
bieten, 19 Waldar den Dänen
und Jarisleif, 20 Ein jeder
verhieß mir
herrlichen
Schmuck, Grimhild
brachte den Becher
mir dar, 22 In das Horn
hatten sie
allerhand Stäbe 23 Im Gebrauten
beisammen war
Bosheit viel, 24 So vergeben
vergaß ich da 25 "Ich
gebe dir, Gudrun,
das Gold empfange, 26 Hunnische Töchter,
die Teppiche
wirken Gudrun: Grimhild: Gudrun: Grimhild: Gudrun: 32 Mit Grausen
hörte Grimhild
das Wort, Grimhild: Gudrun: 35 Rasch auf
die Rosse saßen
die Recken da, 36 Da hoben die
Wächter der hohen
Burg Atli: Gudrun: Atli: 40 Ich sah von
der Hand mir
Habichte fliegen 41 Welpen wähnt
ich entwänden
sich mir, Gudrun: 43 Seitdem lieg
ich den Schlummer
meidend |
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Quelle: www.loki.de.tf
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