Grottasongr - Das Mühlenlied(Mühlenlied) Dieses Lied beschreibt, wie der dänische Sagenkönig Frodi in einer paradiesischen Welt des Friedens und Gerechtigkeit herrscht (Strophe 5). Tatsächlich verdankt er seinem Reichtum ständigem Unrecht (bzw. dauernder Bändigung der Naturkräfte), denn die Riesinnen Fenja und Menja mußten ohne Unterlaß in seiner Wünschelmühle Grotti allerlei Glücksgüter mahlen. Ihre Bitte um eine Pause verwehrt ihnen der König (Str. 6). Als alle bis auf die Riesinnen nächtens ruhen, klagt Menja: Sie beide könnten sich als Sprößlinge eines uralten, einst herrschenden Geschlechts eine derartige Behandlung nicht gefallen lassen (Str. 8-17). Ihre Schwester Fenja beschwört daraufhin ein feindliches Heer (Str. 18), das beide Riesinnen solange mahlen, bis Frodis Reich unter dem Angriff der Schildungen versunken ist. 1
Nun
kamen
wir
her
zu
des
Königs
Haus 2
Man
führte
zur
Mühle
die
Frauen
alsbald, 3
Da
ließen
sie
knattern
die
knarrende
Mühle: 4
Sie
sangen
und
schwangen
den
schnaubenden
Stein 5
"Wir
mahlen
dem
Frodi
Macht
und
Reichtum 6
Nie
soll
hier
einer
dem
andern
schaden, 7
Da
war
es
das
erste
Wort,
das
er
sprach: 8
"Nicht
warst
du,
Frodi,
vorsichtig
genug, 9
"Hart
war
Hrungnir
und
hart
sein
Vater, 10
Nicht
war
Grotti
gekommen
aus
grauem
Felsen, 11
Wir
waren
Gespielen
neun
Winter
lang, 12
Wir
wälzten
die
Steine
zu
den
Riesenwohnungen: 13
Seitdem
geschah's,
daß
in
Schweden
wir 14
Solcherlei
schufen
wir
Sommer
und
Winter 15
Nun
sind
wir
gekommen
zu
des
Königs
Haus 16
Ruhet
nun,
Hände,
raste
nun,
Stein, 17
So
greifet
nun,
Helden,
zu
harten
Geren, 18
Feuer
seh
ich
brennen
östlich
der
Burg, 19
Nicht
magst
du
mehr
halten
den
Stuhl
in
Hieidra 20
Tapfer
mahlt
meines
Vaters
Tochter, 21
Nur
immer
gemahlen!
Yrsas
Sohn, 22
Die
Mägde
mahlten
aus
aller
Macht: 23
Die
Bergriesenbräute
sprachen: |
|
Quelle: www.loki.de.tf
(c) 2002 Runenkunde |