Die Erweckung der Walküre

Im Land der Franken findet Sigurd eine leuchtende Höhe. Als er emporsteigt verschwindet das Licht (vgl. Waberlohe), statt seiner umgibt ein Schildzaun ein darin emporragendes Banner. Sigurd quert auch dieses scheinbare Hindernis und findet dahinter einen Ritter in Rüstung liegen. Mit seinem Schwert Gram trennt er den Panzer auf und der Inhalt entpuppt sich als eine Walküre. Die hatte Odin in dauernden Schlaf versetzt und nun erwacht, dankt sie Sigurd mit einem Trunk des Vergessens.

Nun berichtet die Walküre, sie nennt sich Sigdrifa, wie es ihr erging. Dem König Helm-Gunnar hatte Odin einen Sieg versprochen. Sigdrifa half aber deßem Gegner und tötete Helm-Gunnar, wofür sie Odin zur Strafe mit dem Schlafdorn stach. Sigdrifa durfte nun nicht mehr als Walküre Schlachten entscheiden sondern sollte sich vermählen. Immerhin konnte sie sich ausbedingen, daß nur der Tapferste zu ihr vordringen werde.

Sigurd und Sigdrifa versprechen einander und sie lehrt ihm die Runenweisheit (Edda, Die Erweckung der Walküre), Heilkunst und alle Sprachen der Menschen (Edda, Gripis Weissagung).

Sigurd soll eine Tochter namens Aslaugt gehabt haben, die Stammutter bedeutender Geschlechter wurde.

Die Gestalt des Sigurd entspricht dem deutschen Helden Siegfried, wobei die Sage in einigen Details abweicht. 

   Quelle: www.loki.de.tf

  

(c)2003 Runenkunde