Edda - Nordisches SchrifttumDieser Name wird zunächst für das Werk des isländischen Dichters und Historikers Snorri Sturluson benutzt. Er verfasste um 1220 auf Island ein umfangreiches Werk über Mythen und Dichtkunst. Es ist unter den Bezeichnungen „Prosa-Edda”, „Jüngere Edda” oder nach ihrem Verfasser „Snorri-Edda” geläufig. „Die Edda” ist ein Sammelbegriff der aus dem Norden überlieferten germanischen Götter- und Heldendichtung und Spruchweisheit, ähnlich dem Begriff „Bibel” für die Sammlung jüdisch-christlicher Einzeltexte. Der Ursprung des Begriffs Edda ist unklar. Heißt es nach dem Entstehungsort Oddi in Südwestisland „Buch von Oddi” oder nach dem altnordischen Wort edda „Urgroßmutter” im Sinne eine Urahnin aller Dichtung? Da Snorri sein Werk als Lehrbuch verfaßte, berührt sich diese Erklärung mit der These, Edda rühre vom Wort odr, Gesang oder Dichtung her und bedeute somit schlicht „Buch von der Dichtung”: Die Dichtung stammt mythisch vom Skaldenmet Ödrorir her, der in einem als Gebärmutter deutbaren Kessel gebraut wurde. Um 1270 niedergeschrieben wurde die „ältere Edda” („Lieder-Edda”, „Poetische Edda”, fälschlich dem isländischen Gelehrten Sæmundur zugeschrieben, daher auch „Sæmundar-Edda”), sie ist somit jünger als Snorris Edda. Die Stoffe beider Ausgaben lassen Überlieferungen mindestens aus der Völkerwanderungszeit annehmen, Parallelen mit indogermanischer Götterdichtung lassen auf noch tiefere Wurzel schließen. Aus der Edda (Auswahl)
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Götterdichtung
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Heldengesang |
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Quelle: www.loki.de.tf
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