Atlakvida - Die Sage von AtliGudrun, Giukis Tochter, rächte den Tod ihrer Brüder, wie das weltberühmt ist. Sie tötete zuerst Atlis Söhne, darauf tötete sie den Atli selbst und verbrannte die Halle mit allem Gesinde. Davon ist diese Sage gedichtet: 1 Atli
sandte einst
zu Gunnar 2 Das
Gesinde
trank - noch
schwiegen
die Listigen
- 3
"Sein
Geschäft zu
bestellen,
sandte mich
Atli 4 Da mögt
ihr Schilde
wählen und
geschabte
Eschen, 5 Er gibt
euch auch
gerne die
weite
Gnitaheide, 6 Das
Haupt wandte
Gunnar, zu Högni
sprach er: 7 Sieben
Säle haben
wir der
Schwerter
voll, 8 Was
riet uns die
Schwester,
die den Ring
uns sandte, 9 Nicht
rieten's die
Neffen, noch
die nächsten
Verwandten, 10
"Steh
nun auf, Fiörnir,
laß um die
Sitze
kreisen 11 Der
Wolf wird
des Erbes
der
Niflungen
walten 12 Den
Landherrn
geleiteten
herrliche
Leute, 13 Über
Felsen
fliegen
freudig ließen
sie 14
Himmelhoch
in Atlis
Land hoben
die Warten
sich. 15 Ihre
Schwester
sah dem
Saale sich
nahen 16 Besser
die Brünne,
Bruder, trügst
du 17
"Zu spät
ist's,
Schwester,
nun, die
Niflungen zu
sammeln, 18 Da
fingen sie
Gunnarn und
fesselten
ihn 19 Sieben
schlug Högni
mit scharfer
Waffe; 20 Högni
wehrte
Gewalt von
Gunnar. 21
"Mir
soll Högnis
Herz in Händen
liegen: 22 Sie
hieben das
Herz da aus
Hiallis
Brust: 23 Da
sagte
Gunnar, der
Goten Fürst: 24 Hell
lachte Högni,
da sie das
Herz ihm
schnitten. 25 Froh
sprach
Gunnar, der
fromme
Niflung: 26 Bleib,
Atli, nun
aller Augen
so fern, 27
Zweifel hegt
ich zwar, da
wir zweie
waren; 28 "Herbei nun mit dem Wagen! In Banden ist der Held." 29 Auf
mutger Mähre
fuhr der mächtige
Atli, 30
"So
ergeh es
dir, Atli,
wie du
Gunnarn hältst 31 Den
lebenden Fürsten
legte der Wächter
Schar 32
Heimlaufen
ließ da
Atli 33 Da
ging
entgegen
Gudrun dem
Atli 34 Atlis
Aelbecher ächzten
gefüllt, 35 Heiter
schauend
schritt sie
ihnen
Schalen zu
reichen, 36
"Du
hast deiner
Söhne,
Schwerterverteiler, 37 Nicht
ziehst du künftig
an die Knie
dir 38 Da
erscholl auf
den Sitzen
lautes
Schrein der
Männer, 39 Da säte
Gold aus die
Schwanenweiße, 40 Unklug
hatte Atli
sich übertrunken; 41 Mit
dem Dolch
gab sie Blut
den Decken
zu trinken 42 Alles
Volk in der
Veste dem
Feuer gab
sie, 43 Nicht
ferner
verfolg
ich's; keine
Frau wird
nun Ausführlicher ist dies in dem grönländischen Atlamal erzählt. |
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Quelle: www.loki.de.tf
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